Im Test: Dean&David Superfood Juice Cleanse

Die meisten von uns nehmen sich zum Jahreswechsel immer wieder vor, gesünder zu Leben und ein paar Kilos abzuspecken. Das geht dann meistens so zwei bis drei Wochen gut und wird dann weiter auf das nächste Jahr geschoben. Auch ich gehöre zu diesen besagten Personen – aber wie so häufig soll dieses Jahr alles anders werden.

Schon lange wollte ich mal eine Saftkur ausprobieren, um dem Körper etwas Gutes zu tun – ihn zu entgiften und entschlacken. Welcher Zeitraum eignet sich da besser, als die Tage nach Karneval? Also habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, den Tag nach Rosenmontag die Dean&David Superfood Juice Cleanse zu starten!

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Aber vorab für alle Saftkur-Neulinge: Was ist eine Cleanse und was bewirkt sie?

Bei einer Saftkur, einer sogenannten Cleanse, verzichtet man für einen bestimmten Zeitraum auf feste Nahrung und ernährt sich ausschließlich von kaltgepressten Säften und einer Nussmilch. Da wir täglich einer Vielzahl an Umweltgiften, Pestiziden und künstlichen Zusätzen in verarbeiteten Lebensmitteln ausgesetzt sind, sollte man einmal jährlich seine Organe unterstützen den Körper zu entgiften. Mit der Kur wird der Entgiftungsprozess nämlich gezielt unterstützt und der Körper mit reinen Nährstoffen zur Zellneubildung angereichert.

Die Säfte werden kalt gepresst – was bedeutet das?

Kaltpressung ist das schonendste Verfahren, um nährstoffreichen Saft aus Früchten, Gemüse und Kräutern zu gewinnen. Die Rohstoffe werden erst schonend zerkleinert und dann langsam, mit hydraulischem Druck gepresst. Der Vorteil: bei diesem Verfahren findet keinerlei Hitzeentwicklung statt, wodurch der Saft drei bis fünf mal mehr Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme enthält, als bei anderen Pressverfahren. In einem Liter Saft stecken bis zu 3 kg erntefrisches Obst und Gemüse – wer von uns schafft es schon, die vorgeschriebenen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen? Und ein weiterer Vorteil: die Säfte werden aus möglichst regionalen Zutaten hergestellt – absolut frei von Konservierungs- oder sonstigen Zusatzstoffen und Zucker.

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Bei Dean&David Superfood gibt es drei verschiedene Cleanses von unterschiedlicher Dauer. Ich habe mich für die Super Cleanse 1 für 5 Tage entschieden. Die Super Cleanse 1 ist die Einsteiger-Cleanse und am besten für Neulinge geeignet.

Dieses Paket beinhaltet folgende Säfte:
#1 VITALIZE: gefiltertes Wasser, Ananas, Zitrone, Agave und Cayenne-Pfeffer
                       Dieser Saft hat mir mit am besten geschmeckt, obwohl ich sehr überrascht war,
                       wie sehr man doch den Pfeffer herausgeschmeckt hat. Wie wir aber alle wissen
                       wird so der Kreislauf angekurbelt und ist somit ein perfekter Start in den Tag.

#2 IMMUNIZE: Karotte, Orange, Ananas, Ingwer und Acerola
                         Auch dieser Saft gehörte mit zu meinen Favoriten, da ich sehr gerne Karotten-
                         und Orangensaft trinke. Im Gegensatz zum „Frühstück“ ist dieser Saft etwas
                         fasriger, was aber keinesfalls stört.

#3 LIGHT LUNCH: Karotte, Orange, rote Paprike, Kurkuma, Himalaya-Salz, schwarzer Pfeffer
                               Wie der Name schon sagt, ist dieser Saft das „Mittagessen“ und ist daher
                               durch die Paprika und den Pfeffer auch nicht so fruchtig wie die Vorgänger.

#4 ENERGIZE: Apfel, Gurke, Spinat, grüne Paprika, Zitrone und Ingwer
                         Dieser Saft ist der einzige grüne in dieser Cleanse. Durch den Anteil an Gurke
                         ist er etwas wässriger als Immunize und Light Lunch und nicht ganz so würzig.

#5 SKINCARE: Karotte, Rote Beete, Apfel, Zitrone, Ingwer und Minze
                          Hier ist ganz klar zu sagen: Farbe=Geschmack. Hier schmeckt man eindeutig
                          die Rote Beete heraus und wenn man mal ganz genau hinschmeckt sogar die
                          Minze.

#6 NUTMILK: Mandel, Cashew, Feigen, Vanille und Himalaya-Salz
                       Auf die Nussmilch habe ich mich Abends immer besonders gefreut und sie als
                       kleine „süße“ Belohnung angesehen. Auch wenn ich mir die Konsistenz anfangs
                       milchiger und nicht so wässrig vorgestellt habe, gehört auch diese Milch zu
                       meinen drei Favoriten. Ihre Aufgabe ist es, den Proteinhaushalt aufzufüllen.

Alle dieser sechs Mahlzeiten sind sehr geschmacksintensiv, sodass man quasi die pure Frische aus den Säften herausschmecken kann. Ich selber habe mir schon oft Smoothies oder ähnliches gemacht, die aber doch in keinster Weise mit diesen Säften vergleichbar wären.
Jeder dieser Säfte beinhaltet 0,5 Liter, wodurch man gut gesättigt wird und bevor nur Anzeichen eines Hungers auftreten, ist alle zwei Stunden schon der nächste Saft dran.

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Mein Empfinden während der 5 Tage

An Tag 1 war ich natürlich höchst motiviert und gespannt auf die Säfte und die folgenden 5 Tage. Da die Pakete mit den Säften morgens so geliefert werden, dass man direkt durchstarten kann, habe ich natürlich auch direkt um 9.30 Uhr mit dem ersten Saft begonnen und war durchgehend überrascht, wie gut und intesiv sie schmecken. Es trat den ganzen Tag über kein Hungergefühl ein, was mich als Essensliebhaber schon sehr verwundert hat. Am Abend kamen allerdings schon leichte Kopfschmerzen, was eine der Nebenwirkungen in der Gewöhnungsphase ist bzw. sein kann.

An Tag 2 war ich immer noch höchst motiviert, die Kopfschmerzen verschwunden und ich fühlte mich doch ganz fit. Auch an diesem Tag ist kein richtiges Hungergefühl aufgetreten, man bekommt nur zwischendurch schon ziemlich Lust auf ’ne Pizza oder einen ordentlichen Burger. Vor allem wenn der Freund zuhause anfängt zu kochen und man selbst nur mit seinem Säftchen daneben sitzt haha.

Auch am 3. Tag fühlte ich mich soweit fit – keinen Hunger, aber die Lust auf was Däftiges ist immer weiter gestiegen. Immerhin war die Nussmilch am Abend immer eine süße Erlösung. Die ersten drei Tage waren doch ganz leicht durchzuhalten, am Abend kam mir aber schon das ein oder andere Mal der Gedanke: „Eigentlich hätte ich auch nichts dagegen, wenn es jetzt schon vorbei wäre“. Aber nein, aufhören kam natürlich nicht in Frage.

An Tag 4, dem vorletzten Tag der Kur, habe ich zum ersten Mal Sport in dieser Zeit gemacht und bin eine große Runde Walken gegangen. Ich muss sagen zum Joggen hätte die Kraft nicht gereicht. Körperlich darf man während der Cleanse also keine Höchstleistungen erwarten und obwohl ich zusätzlich Tee und ausreichend Wasser getrunken habe, wurde mir, wenn ich mich mal hingelegt habe und wieder aufgestanden bin, für einen kurzen Augenblick ganz schön schwindelig. Als Mama dann am Abend auch noch gekocht hat und das ganze Haus nach Essen duftete, bin ich schwach geworden und eine habe eine halbe Maiswaffel genascht – shame on me!

Tag 5 – bald ist es geschafft! Und diesen Gedanken habe ich eigentlich den ganzen Tag mit mir rumgeschleppt. Egal wo man hinsieht, überall ist Essen und man denkt nur an Essen. Das will ich jetzt nicht verallgemeinern, aber mir ging es so. Auch wenn ich es ungern zugebe, am letzten Tag hatte ich schon irgendwie etwas schlechte Laune und mir war durchgehend total kalt, was vermutlich auch an der fehlenden festen Nahrung gelegen hat.

Die beiden Tage danach: Vor lauter Vorfreude auf richtiges Essen und aufgrund der Tatsache, dass Liebe bekanntlich durch den Magen geht, habe ich mir am Valentinstag ein paar Leckereien gegönnt – kann ja schon nicht so schlimm sein. Pustekuchen! Mein Magen fand es alles andere als lustig. Auch in der Anleitung steht, dass man den Magen logischerweise erst langsam und mit leichter Kost wieder an feste Nahrung gewöhnen muss – aber wenn Madame nicht hören will, muss sie halt fühlen. Seitdem ernähre ich mich aber sehr gesund und habe wieder Kraft beim Sport mehr zu machen, als nur Walken zu gehen.

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Fazit

Alles in allem habe ich folgende Vor- und Nachteile der Dean&David Super Cleanse für mich ausmachen können:

Vorteile
• natürlich zuerst einmal, dass man dem Körper etwas Gutes tut, er bei der Entgiftung
  unterstützt wird und eine volle Nährstoff- und Vitaminversorgung erhält.

reine Haut: während der fünf Tage hatte ich eine tolle Haut und Unreinheiten/Pickelchen, die
  sonst auftreten, kamen nicht zum Vorschein.

leicht früh aufstehen: normalerweise bin ich ein totaler Langschläfer und Morgenmuffel,
  während der Kur bin ich aber nicht später als 9 Uhr von alleine aufgewacht und war auch direkt
  fit.

Zeitsparend: da ich eh keine gute Köchin bin und es dementsprechend auch nicht gerne
  mache, sind die Säfte absolut zeitsparend und leicht zu handhaben – aus dem Kühlschrank
nehmen, öffnen, trinken,
fertig! Genau das Richtige für mich.

Gewichtsabnahme: in der Zeit der Cleanse habe ich 1,3 Kilo abgenommen, worauf man aber
  eigentlich nicht so viel Wert legen sollte, da man die verlorenen Kilos einige Tage später durch
feste Nahrung
eh wieder drauf hat und es auch nicht das eigentliche Ziel einer Saftkur ist.

Nachteile
Kosten: ich denke der größte Nachteil, vor allem für uns Studenten, ist der nicht geringe Preis
  für die Kur von knapp 37€ pro Tag. An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass Dean&David
  mir das Paket zur Verfügung gestellt hat. Für mich persönlich wäre es vermutlich für mal eben
so nebenbei auch zu teuer gewesen. Spart man aber bewusst
daraufhin, diese Kur einmal im
Jahr zu machen, würde es sich auf jeden Fall lohnen – getreu
dem Leitsatz „Let food be you
  medicine“ schmeißt man das Geld ja nicht zum Fenster hinaus,
sondern man tut sich und
seiner Gesundheit etwas Gutes.

Müll: immerhin sind es 30 Plastikflasche, die in nur innerhalb von 5 Tagen weggeschmissen
werden – da ist der Mülleimer schnell voll. ABER an alle, die auf Nachhaltigkeit achten: die
PET-Flaschen sind die umweltfreundlichste Verpackung  – noch vor Glas. Alle Flaschen sind
aus recyceltem Plastik und auch selber zu 100% recyclebar. Das Motto: „WE THINK – YOU
DRINK“.

Toilettengänge: ich trinke immer vieeel zu wenig, wodurch meine Blase diese Mengen an
  Flüssigkeit nicht gewöhnt ist und ich während der Kur gefühlt alle zehn Minuten auf’s Klo laufen
  musste. Gut, dass ich mir einen Zeitraum ausgewählt habe, in dem ich die meiste Zeit zuhause
  war. 😀

Kühlung: da die Säfte durchgehend gekühlt werden müssen, ist es auch aus diesem Grund
  ratsam einen Zeitraum zu wählen, in dem man nicht viel unterwegs ist.

Rückblickend betrachtend vergingen die fünf Tage super schnell, wobei sich währenddessen die letzten beiden Tage wie Kaugummi gezogen haben. Wenn man es aber dann schlussendlich geschafft hat, ist man irgendwo auch ein klitzekleines bisschen stolz auf sich, diese „Herausforderung“ gemeistert zu haben.

Ihr findet Dean&David Superfood auf
Facebook: www.facebook.com/deandavid-Superfood-1519142141661963/
Instagram: https://www.instagram.com/deananddavid_superfood/
Homepage: https://deananddavid.de/superfood/

Und habt ihr selbst auch schon Erfahrungen mit Saftkuren gemacht oder würdet ihr es gerne mal ausprobieren? Ich freue mich über Erfahrungsberichte! :-)

Zum Schluss noch ein ganz herzliches Dankeschön an Dean&David Superfood für den tollen, einwandfreien Kontakt und natürlich für die Cleanse.

2 Kommentare

  1. Toller Artikel! Ich persönlich glaube jedoch nicht an Detoxes oder Cleanses. Der Körper reinigt sich schon selbst durch Niere und Leber. Ich habe die Säfte auch mal in Form einer Verkostung probiert und sie haben mir meist gar nicht geschmeckt :( Ist wohl einfach nichts für mich. Freut ich aber zu lesen, dass es dir etwas gebracht hat.

    Viele Grüße
    Charlotte

    • jessicarwunderbar

      Erst einmal lieben Dank, Charlotte :-) Dass der Körper sich von selbst reinigt wage ich auch gar nicht zu bezweifeln – ich denke nur, dass solche Kuren den Prozess unterstützen. Wird die Belastung von außen nämlich zu groß, kann das System ein bisschen außer Gleichgewicht geraten und der Körper speichert die Giftstoffe dann im Fettgewebe und Organen. Ich denke auch, dass die Säfte totale Geschmackssache sind. Ich mag zum Glück jedes Obst und Gemüse – Leute die Gurke aber zum Beispiel gar nicht mögen, haben dann zum Beispiel bei dem grünen Saft ein Problemchen 😀 aber lieben Dank für deine Erfahrung, mich interessieren natürlich beide Seiten! Ganz liebe Grüße zurück.

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